Über das Thema 'Gartenmonat' gibt es eine Menge Bücher. Denen möchte ich keine Konkurrenz machen, sondern hier meine Gedanken zum jeweils aktuellen Monat mit Ihnen teilen.
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| Fort-Schritt Die Natur ist heuer sehr spät dran mit ihrer frühlingshaften Üppigkeit. Offenbar bin ich mit ihr mehr Verbunden, als mir bewusst ist, denn auch ich lasse mir Zeit und bin dadurch mit meinem Gartenmonat-Text so sehr in Verzug geraten, dass sich mittlerweile diese unsagbare Naturkatastrophe ereignet hat, von der wir – in unseren Breitengraden zumindest - Zeitzeuge sind.
Jeder Beitrag ist wichtig und richtig. Ob es ein sparsamer Umgang mit Strom oder Putzmitteln, ein freiwillig gewählter, autofreier Tag, regionaler einzukaufen oder ganz was anderes ist - ich glaube, dass jeder einen großen Anteil dazu beitragen kann, um unseren Planeten zu schützen. |
| Herbstlaub im Frühling? Über das Laub habe ich bereits geschrieben. Aber nur über seine Schönheit, nicht über seine gewaltige Wichtigkeit.
Da unsere Vier- bis Achtbeiner nicht sprechen können, möchte ich es an ihrer Stelle tun: Sollten sie ihr Laub bereits im Herbst beseitigt haben, so könnten sie diese Zeilen vielleicht als verspäteten Vorsatz nehmen? |
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Erinnerungen
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Fragen
Vielleicht haben Sie sich jedoch ohnehin schon damit beschäftigt und daher möchte ich diesmal lediglich Fragen stellen, die jeder für sich beantworten kann. |
Spiel der Farben
Und trotzdem sprechen viele vom lästigen Mist, der nichts als Arbeit macht. |
Garten Hin und wieder komme ich in Gärten, die einfach nur sind. Soll heißen, wo der Besitzer noch nicht dazu kam, etwas anzulegen, zu schneiden, zu gestalten usw.
Wenn ich dann zu diesem Garten gratuliere, höre ich: „Ach, ich hab ja (noch) gar keinen Garten!“ Was mich zu der Frage bringt: Ab wann ist den ein Garten ein Garten? Und: Wie nennt man ein zum Haus gehörendes Grundstück, wenn es keine farblich abgestimmten Blumenbeete gibt? Wie heißt das Gegenteil von Garten? Gibt es neben „Un“kräutern nun auch „Un“Gärten? Hingegen: Wenn wir Gärten sehen mit Rasen statt Wiesen, mit Bambus, Thujen, Rhododendren und anderen nicht heimischen Pflanzen, wo Kunstdünger, Pestizide und eine Menge anderer Pflanzen-schutz-mittel (?!) eingesetzt werden, wo wir kaum noch Raupen, Käfer und Kleintiere finden, weil sie dort keine Überlebenschancen haben, ja, dann sprechen wir sogar von schönen Gärten! |
Wespen
Ich versuche mich mit diesen Fliegern zu arrangieren. Wenn ich im Freien esse, decke ich meine Speisen ab. Die Wespen bekommen ihren eigenen Anteil etwas entfernt. Ich teile mit ihnen. Ich bitte sie auch, ihren Anteil zu verspeisen und meinen und somit mich zu verschonen. |
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Impressionen
Die Chinesen sagen: |
Von der globalen Klimaerwärmung haben wir in unseren Bereiten bisher nichts bemerkt. |
Haben sie Löwenzahnblüten schon mal gerochen? Sein Duft ist wirklich betörend. Ja, auch das gehört zu ihm – er ist ein kleiner Verführer! Er ver- und bezaubert uns mit seinen hunderten Blüten. Ist doch jedes spätere fliegende Schirmchen früher eine Blüte gewesen. Schwerelosigkeit, Leichtigkeit und derwegen tiefe Verwurzelung – wir könnten so viel von dieser Pflanze abschauen und lernen. Schade, wenn er von Vielen so missverstanden und sogar bekämpft wird. Diese (keine!) Pflanze hat es nicht verdient! Gott sei Dank ist er nicht nachtragend. Was auch immer sie gegen seinen Wuchs unternehmen – er wird sich trotzdem wieder in ihrem Garten ansiedeln. Versuchen Sie es wenigstens. Danke. |
Sich bei uns einzuschleimen ist ihnen nicht gelungen. Kaum ein Tier wird so gejagt, wie diese langsamen Kriecher. Auch bei durchaus friedvollen Gärtnern steigt die Lust zum Töten. Mit dem Setzen der ersten Pflanzen hat auch die Jagdsaison begonnen.
Seit Jahren nun tobt dieser unerbittliche Krieg zwischen Menschen und Schnecken. Jahr für Jahr werden allein in Österreich Tonnen (!) von Schneckenkorn verkauft. Mit welchem Resultat? Weniger Kriecher? Sind sie mit Gift Herr der Lage geworden? Haben Sie immer noch Schnecken? Oder haben sie ihren Gemüsegarten zubetoniert? Hier darüber genauer zu berichten, würde zu sehr ausufern. Aber falls Sie noch nähere Infomationen zum Thema Schnecken benötigen schlage ich ihnen vor, mich zu kontaktieren oder zu meinem diesbezüglichen Vortrag zu kommen. |
März: Tausendschön Haben sie es schon entdeckt? Trotz ihrer Bescheidenheit, die dieses unscheinbar wirkende Blümchen ausstrahlt, ist ihre Heilkraft nicht zu unterschätzen. Sie können daraus eine Tinktur, einen Sirup, einen Salat oder Suppen herstellen. Das Gänseblümchen begleitet uns das ganze jahre über. |
Februar: Maria Lichtmess Am 2. Februar ist Maria Lichtmess. Heute findet er keine Bedeutung mehr. Schade. Hört doch mit diesem Tag der Winter auf! Deshalb möchte ich diesen Termin allen wieder in Erinnerung rufen. 'An Lichtmess fängt der Bauersmann, neu mit des Jahres Arbeit an' heißt es in einer alten Bauernregel. |
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Wenn wir von unserer Ernährung reden und an unsere Gesundheit denken, vor allem jetzt im Winter, machen sich viele Gedanken, wie sie an genügend Vitalstoffe kommen, da wir ja zuwenig Frisches zur Verfügung haben...
Gut gekocht ist es immer dann, wenn man die Gewürze nicht rausschmeckt. Also trauen Sie sich und werden Sie zum Heiler am Herd! :-) |
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Schon Anfang Dezember wissen wir, das Ende Dezember viele klagen werden, zuviel gegessen zu haben. Dabei wissen wir auch, dass es nicht ausschlaggebend ist, was wir zwischen Dezember und Jänner essen, sondern zwischen Jänner und Dezember! Wer trotzdem im Advent auf seine Ernährung achten möchte, ohne jedoch auf Duft, Stimmung und Gemütlichkeit zu verzichten, den möchte ich hiermit an den Bratapfel erinnern. Noch besser schmecken Bratäpfel, wenn man dazu alte Bekannte, Verwandte (natürlich auch junge :-) ) und andere eingeschlafene Kontakte einlädt! |
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In diesem Monat werden wir nun endgültig mit der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert. Nicht nur über die herbstliche Natur; sondern auch damit, dass der November mit Allerheiligen/Allerseelen anfängt. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick zurück zu werfen. Im früherem Volksglauben herrschte die Meinung, dass die Seele eines Verstorbenen nicht sofort den Weg ins Licht findet. Daher versuchten die Hinterbliebenen in der Totenwache, sie in dieser Zeit vor bösen Dämonen zu schützen. Das machten die Menschen, indem sie den Toten auf Blumen betteten, Kräuterbüschel aufhängten, räucherten oder z. B. mit einem Rosmarinzweig den toten Körper mit Weihwasser besprengten. Kerzen, die Licht brachten, schützen ebenso wie Gebete und Gesang, so glaubte man. Ob es jetzt instinktiv war oder Wissen, ist mir nicht bekannt. Jedoch nützte man in diesem Fall die ätherischen Öle, die ja als "in den Himmel aufsteigend" übersetzt werden können. |
Oktober: Danke!
Haben Sie heuer etwas ernten können aus dem reichhaltigen Schatz unserer grünen Freunde? Pflanzen stellen sich Jahr für Jahr für uns als Gemüse, Kräuter, Gewürze, Delikatessen und für unsere Heilung und Schönheit zur Verfügung. Wenn Sie es bisher nicht getan haben, dann wäre jetzt der beste Zeitpunkt, dafür auch einmal danke zu sagen.
Selbst wenn Sie keinen Garten haben, so finde ich es schön, sogar für gekauftes Obst und Gemüse, Getreide und Tees einmal im Jahr ein Fest oder ein Ritual zu gestalten, um ganz bewusst der Natur dafür zu danken. Ich bin sicher, dass jedem dazu das für ihn Passende einfällt, wenn man sich damit einmal gedanklich auseinandersetzt oder es mit seinen Kindern und Partnern bespricht. Ich werde Anfang Oktober ein Dankes-Fest im Garten feiern. Wer Lust hat zu kommen, ruft bitte mich an oder schickt mir ein kurzes Mail (Adresse unter: Kontakt).
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September: An der Wurzel packen!
Unsere grüne Mitwelt bereitet sich langsam aber sicher auf den Winter vor. So wie wir speichern auch die Pflanzen ihre Vorräte für die kalte Jahreszeit. Ihre "Speisekammer" sind die Wurzeln. Daher ist der Herbst auch die beste Jahreszeit dafür, einiges auszugraben (im Frühling geht das natürlich auch, wenn Sie sich erinnern, wo die Pflanzen gestanden haben). Die Wildkräuterernte ist somit noch nicht vorbei! Pastinakenwurzel als Gemüse, Löwenzahnwurzeln als Kaffee-Ersatz oder Beinwellwurzeln für unsere Hausapotheke... Alles zum Nulltarif und erntefrisch! |
August: Zuerst Regen ohne Ende, dann Sonne und Hitze (ohne Ende)
Wir schützen uns durch Kleidung und dergleichen - und unser Boden? Gartenerde ist jeder Witterung ausgesetzt, wenn wir sie nicht auch schützen. Die Natur macht es uns ohnehin vor. Da, wo der Mensch nicht eingreift, gibt es keinen nackten Boden. Ich denke, es wäre wichtig sich darüber einige Gedanken zu machen und noch wichtiger, danach zu handeln. Das Zauberwort heißt: Mulchen Wenn Sie mehr wissen wollen, dann erfahren Sie hier mehr über das Mulchen. |
| Juli: Regensommer statt Sommerregen
Der Dauerregen macht es uns im Garten fast unmöglich etwas zu tun. Kräuterernte ist unmöglich geworden. Kalt ist es und unsere gute Laune wird auch bald restlos aufgeweicht sein (was die Frage aufwirft, ob Launen wasserlöslich sind ;-) ). Was nun? Auch ich hab momentan keine Lust von Arbeit zu schreiben oder Tipps zu geben. Trotzdem hat alles zwei Seiten. Selbst bei diesem Wetter können wir Schönes entdecken. Einiges möchte ich mit Ihnen teilen. Bilder sagen ja doch mehr als Worte... Auf die Bilder klicken zum Vergrößern und einfach durchblättern... |
Haben sie sich schon einmal WIRKLICH mit diesem Begriff
auseinandergesetzt? Ganz ehrlich? Wissen Sie, dass "Schädlinge" auch etwas
Menschliches sind? Wir haben die Tiere ja so bezeichnet. Wir teilen sie
in Nützlinge und Schädlinge ein. Gleich wie bei den Pflanzen
- in "Un"kräuter und Heilpflanzen... |
Sie sind Pflanzen, die an einem Ort und zu einem Zeitpunkt wachsen, wo wir Menschen sie gerade nicht brauchen. Ok. Jetzt im Mai, wo alles nicht nur wächst und blüht, sondern geradezu explodiert, gehen auch andere Samen auf. Samen von Pflanzen, die wir absichtlich gesetzt haben und die sich, so scheint es, in unseren Gärten recht wohl gefühlt haben. Wenn ich meinen Garten ansehe (und auch die Komposterde), dann wächst da in UN-Mengen: Cosmeen, Ringelblumen, Dill, Bohnenkraut, Rittersporn, Sonnenblumen....sogar Tomaten und Kürbise gehen immer wieder auf. Der Oregano breitet sich in Dimensionen aus, die ich nicht "verputzen" kann, mein Spargel sät sich aus, Bärlauch wird auch von Jahr zu Jahr mehr, sogar Ribiselstauden vermehren sich (obwohl ich ja so schon genug habe!). Ganz abgesehen von den vielen Blumen und Polstern, die ich jedes Jahr teile und einige Gärten damit versorgen könnte... Tja, nach üblicher Ansicht wären das
ja dann plötzlich alles "Un"kräuter. Ich finde diesen
Gedanken lustig. Zuerst kauft, sät, setzt man Blumen, Kräuter
und Gemüse, die sich vermehren und daher werden sie plötzlich
lästig, werden ausgezupft und bekämpft. (Höre ich immer
wieder.) |
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Man hört es, man liest es, man weiß es: Un-Kräuter haben mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als das herkömmliche Gemüse, dass wir jetzt gerade zu kaufen bekommen. Aber warum? Hier eine kurze Erklärung: Dass diese Stoffe unserem Körper und unserer Gesundheit zugute kommen ist ein schöner Nebeneffekt. Da das Wachstum einer Pflanze für sie eine sehr heikle Phase ist, braucht sie jetzt besonders viel Schutz und produziert daher auch viel Vitamin C! Und weil die Natur nur das produziert, was notwendig ist, bilden Glashaussalate und -gemüse weniger sekundäre Pflanzenstoffe, da sie ohnehin geschützt sind. Folglich ist es gerade jetzt ratsam, auf unsere kostenlosen Delikatessen aus der Natur zurückzugreifen. Es ist erstaunlich, was wir alles finden und essen können. Das Gratisbüffet Ihrer Gartenwiese ist eröffnet! |
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Mit
dem neuen Monat kamen auch die ersten Frühlingsboten. Zumindest in unseren
Breiten.
Wir sind alle ausgehungert nach saftigem Grün. Und das wächst auch
schon! Auf den ersten Blick wirkt alles noch ziemlich braun und öd, doch
schon beim zweiten Mal hinsehen können wir eine Menge entdecken.
Die ersten "Un"-Kräuter sind da! Diese Kräuter enthalten
viel mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als der Salat, den wir
im Geschäft kaufen. Also nichts wie raus und ernten! Es wächst direkt
vor ihrer Haustür in der Gartenwiese.

Die
frischen Blätter (und Blüten) von Gänseblümchen, Hirtentäschl,
Schafgarbe, Giersch (oder Erdholler), Löwenzahn, Scharbockskraut und Spitzwegerich
konnte ich schon kosten.
Gerade genug für den ersten Salat. Guten Appetit allen.
Momentan
liegen unsere Gärten unter einer dicken Schneedecke. Unsere Pflanzen schlafen
noch und bereiten sich dennoch unterirdisch auf den baldigen Frühling vor.
Das ist jedoch kein Grund auf frisches Grün zu verzichten.
Helfen Sie sich mit Keimlingen aus.
Was Sie keimen wollen, bleibt ganz Ihren Geschmack über. Möglich ist
alles, was biologisch und nicht bestrahlt ist, d. h. noch lebt.(Wenn Sie mir
nicht glauben, können Sie ja gerne einen Test machen. Es kostet Sie genau
1 EL Keimgut und etwas Zeit. Probieren Sie selbst, ob es noch wachsen kann.)
Zum Keimen geeignet: Radieschen, Alfa-alfa (Luzernensamen),
alle Hülsenfrüchte, Kresse, Senfsamen, Getreidesorten, Sonneblumenkerne.