Über das Thema 'Gartenmonat' gibt es eine Menge Bücher. Denen möchte ich keine Konkurrenz machen, sondern hier meine Gedanken zum jeweils aktuellen Monat mit Ihnen teilen.


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Voriger Monat Monat April  Nächster Monat   Seitenbeginn

Das Geschäft mit dem Frühling

Jetzt ist die Natur nicht mehr zu bändigen. Überall sprießt, wächst, wuchert und gedeiht es.
Der Konkurrenzkampf der Pflanzen ist oft unerbittlich. Jedes Pflänzchen will seinen Platz an der Sonne erobern. Kleinste Sämlinge kämpfen sich förmlich durch die noch harte Erde mit nur einem Ziel: Leben

Fast zeitgleich mit dem ersten Auftauchen der Frühlingsblüher, füllen sich die Regale in den Gartencentern mit Düngemitteln, Pflanzen“schutz“mitteln, Unkrautvertilgern, Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden....
Es herrscht Hochsaison für eine ganze Sparte im Handel, die zu dieser Zeit die größten Gewinne machen möchte.
Die Vielfalt der Giftindustrie ist groß und sie kennt keine Grenzen.
Jeder will teilhaben am großen Geschäft und so entdeckt man nicht nur in Fachgeschäften, sondern auch in Baumärkten und im Lebensmittelhandel ein großes Sortiment von Wachstumsstartern, -hemmern und dergleichen.

Mein 'Un'krautrisotto mit Spargel - alles erntefrisch aus meinem Garten!Jedesmal, wenn ich in so eine Abteilung gerate und diese Gifte meterhoch und palettenweise sehe, macht mich das traurig.
Bisher fühlte ich mich machtlos. Doch das ist ein Irrtum! Ich kann etwas tun! Sie können etwas tun! Wir können gemeinsam etwas tun:
Wer Interesse hat, kann mich in seinen Garten einladen. Ich stelle Ihnen gerne "Ihre" Hauskräuter vor, sage Ihnen, welche Wirkungsweise sie haben, oder wie sie Wildkräuter in Ihren Ernährungsplan miteinbeziehen können. (Ein Beispiel habe ich fotografiert.)
Ich werde Ihnen erklären, warum Gifte im Garten überflüssig sind und was Sie durch den Einsatz von Nützlingen alles erreichen können.

Ich verrate Ihnen, warum manche "Unkräuter" nur in Ihrem Garten wachsen, nicht jedoch beim Nachbarn und noch vieles mehr.
Und ich helfe Ihnen sparen! Denn sie werden all diese Produkte, die Ihnen reiche (aber vergiftete) Ernte versprechen, nicht mehr kaufen müssen!
Weitere Details erkläre ich Ihnen gerne telefonisch.

Einen schönen giftfreien Frühling!

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Der Hirschkäfer

HirschkäferJeder kennt sie – diese auffallenden Riesen mit den gigantischen Oberkiefern.
Und weil sie zum Käfer des Jahres 2012 ernannt wurden, möchte ich mit ihnen meine heurigen Gartentexte eröffnen.

Ich wurde schon vor Jahren auf sie aufmerksam, nachdem ich sie abends in meinem Garten in Scharen zuerst beobachten durfte, um sie dann mit einer waghalsigen Leiteraktion aus der Dachrinne zu retten. Waren es ihre Kämpfe, oder ihr eher schwerfällig wirkendes Fliegen – jedenfalls sind zwei oder drei Hirschkäfermännchen in meine Dachrinne geplumpst und auf dem Rücken liegen geblieben...

Wie immer, reicht auch diesmal der Platz nicht aus, über das ich erzählen, schwärmen und berichten möchte.
Nur so viel will ich sagen:
Diese Tiere sind so selten geworden, weil ihre Larven bis zu 8 (!) Jahre im Totholz (und in der Erde) leben, bis sie sich zu so einem prächtigen Käfer entwickeln. 8 Jahre!
Wo gibt es noch Plätze, an denen Bäume einfach sterben, umfallen und verrotten dürfen?
Aus diesem Grund habe ich mir vor Jahren dicke Eichenstämme in meinen Garten geholt und sie auf die Erde gelegt.
Ob meine Hirschkäferkinderstube angenommen wird, bleibt meinem Augen verborgen.

Und jetzt kommt (m)eine Bitte:
Bitte „opfern“ Sie doch ein wenig von ihrem grünen Paradies, den Hirschkäfern und anderen Tieren zuliebe, in dem Sie einfach altes Holz auf einen Haufen schmeißen. Wenn vorhanden verwenden Sie Eichenholz, das mögen sie am liebsten. Hirschkäfer nehmen aber auch Weide, Buchen, Linden, und Obstbaumgehölze an.

Die Käferwelt und ich wären Ihnen zu tiefst dankbar.

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Voriger Monat Monat November  Nächster Monat   Seitenbeginn

Rückzug

Mit November ist es nun endgültig vorbei mit Ernten und Gartenarbeiten.
Ich hoffe, dass all meine treuen Leser und auch diejenigen, die meine Texte nicht lesen, den Segen und die Gaben unserer Natur auch heuer wieder mit vollen Zügen genießen konnten.

Ich wünsche allen einen friedvollen und lustigen AdventAn dieser Stelle möchte ich mich auch nochmals herzlich bei allen Teilnehmern meines Dankesfestes bedanken. Auch bei denen, die nicht körperlich anwesend waren.
Wer sich noch nicht bei unserer großen Mutter Erde bedankt hat, hat noch genügend Zeit dafür. Ein Kerzerl oder ein schlichtes Vergelts Gott reichen, wenn es von Herzen kommt.

Da ich meinem Garten immer ähnlicher werde, will ich es meinen grünen bzw. jetzt braun gewordenen Freunden gleichtun und mich ebenfalls zurück ziehen. Und somit wünsche ich allen Menschen, Tieren und Pflanzen einen richtigen Winter mit viel Schnee, Kälte, Eisblumen, Ruhe und Momente zum Inne- und Stillhalten.
Und natürlich genügend Kekse! ;-)

Ich freue mich auf ein Wiederschreiben im Frühjahr!

Voriger Monat Monat Oktober  Nächster Monat   Seitenbeginn

DankeNun ist das Korn geschnitten

Nun ist das Korn geschnitten,
die Felder leuchten fahl,
ringsum ein tiefes Schweigen
im heißen Sonnenstrahl.

Verblüht ist und verklungen,
was duftete und sang,
nur sanft tönt von den Triften
der Herdenglockenklang.

Das ist, o Menschenseele,
des Sommers heilger Ernst,
daß du, noch eh’ er scheidet,
dich still besinnen lernst.

Ferdinand von Saar
(1833-1906; österr. Dichter)

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Fort-Schritt

Die Natur ist heuer sehr spät dran mit ihrer frühlingshaften Üppigkeit. Offenbar bin ich mit ihr mehr Verbunden, als mir bewusst ist, denn auch ich lasse mir Zeit und bin dadurch mit meinem Gartenmonat-Text so sehr in Verzug geraten, dass sich mittlerweile diese unsagbare Naturkatastrophe ereignet hat, von der wir – in unseren Breitengraden zumindest - Zeitzeuge sind.
Diese Tragödie, die sich gerade in Japan abspielt ist so unfassbar, dass ich mir die Spätfolgen und Auswirkungen gar nicht mehr vorstellen kann. Sie überschattet meine Gedankenwelt und es ist mir nicht möglich, hier an dieser Stelle ein anderes Thema zu wählen.

Statt dessen möchte ich mit Ihnen gerne einige meiner Gedanken teilen...
Unsere Erde kann nicht reden. Sie setzt aber sehr wohl Zeichen. Diese sollten wir wahrnehmen lernen. So wie uns Krankheiten etwas sagen wollen, sollten wir auch auf die Zeichen der Natur achten, die immer heftiger werden.

Alleine das Wort 'Fortschritt' ist sehr entlarvend. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und denken einmal über diesen Begriff nach. Wie weit müssen wir noch fort-schreiten, um zu erkennen, dass wir auf dem falschen Weg sind? Es liegt an uns, umzukehren und einen anderen Weg einzuschlagen. Mit unserem Konsum- und Einkaufsverhalten können wir mehr erreichen, als Vielen von uns bewusst ist.

Mutter Erde

Jeder Beitrag ist wichtig und richtig. Ob es ein sparsamer Umgang mit Strom oder Putzmitteln, ein freiwillig gewählter, autofreier Tag, regionaler einzukaufen oder ganz was anderes ist - ich glaube, dass jeder einen großen Anteil dazu beitragen kann, um unseren Planeten zu schützen.
Wir haben es in der Hand, Dinge zu verändern und unserer großen Mutter Erde zu helfen.

Zu warten, bis Großkonzerne und/oder Politiker etwas ändern, lässt sich von Faulheit kaum mehr unterscheiden. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und möchte dieses Verhalten als Verantwortungslosigkeit bezeichnen.

Fangen wir doch gleich heute an, umzudenken und Verantwortung zu übernehmen! Dankbarkeit, Achtsamkeit und Bewusstheit sind Begriffe, die jeder von uns in seinem täglichem Leben integrieren und vor allem leben kann.

Dazu noch etwas Sehens- und Hörenswertes:
http://www.youtube.com/watch?v=eGcpVD7OTP0

Voriger Monat Monat Februar  Nächster Monat   Seitenbeginn

Herbstlaub im Frühling?

Über das Laub habe ich bereits geschrieben. Aber nur über seine Schönheit, nicht über seine gewaltige Wichtigkeit.
Durch abfallende Blätter (und den daran beteiligten Tieren) entsteht neuer Humus. Das ist für viele nichts Neues. Trotzdem sollten wir uns immer wieder vor Augen halten, dass es ohne diesen Kreislauf kein Leben gäbe.
Das alleine ist schon wichtig genug, um es einfach so stehen zu lassen, um umzudenken und sich über das Herbstlaub zu freuen.
Die welken Blätter sind jedoch noch für mehr notwendig. Sie sind ein wichtiger Kälteschutz für unsere Erde, somit auch für unsere Pflanzen und Tiere. Laub dient ihnen als wärmende Winterdecke. So können unsere wertvollen Insekten, aber auch andere Tiere wie z.B. der Igel den Winter unbeschadet überleben.
Selbst hohl gewordene Pflanzenstängel werden als Winterquartier benützt, ebenso wie morsches Holz und andere „Abfälle“.
Samen und Früchte werden von Vögeln vernascht und daher ist es denk-richtig gewisse Herbstarbeiten auf den Frühling zu verschieben.

Gemüsegarten im Februar
Gemüsegarten im Februar
So darf es aussehen!
So darf es aussehen!
Mein Garten im Februar
Mein Garten im Februar
Futterhäuschen mit Wurzeln
Futterhäuschen mit Wurzeln
Altes und Neues
Altes und Neues

Da unsere Vier- bis Achtbeiner nicht sprechen können, möchte ich es an ihrer Stelle tun:
Bitte lassen Sie im Herbst Einiges stehen! Wenn Sie zu den glücklichen Menschen gehören, die ein Stückchen Erde ihr Eigen nennen dürfen, so behandeln Sie ihn auch als Garten (und nicht als Wohnzimmer)! Räumen Sie erst im Frühling auf und tragen Sie so dazu bei, dass unsere heimische Flora und Fauna in ihrer Vielfalt und Schönheit erhalten bleibt.

Sollten sie ihr Laub bereits im Herbst beseitigt haben, so könnten sie diese Zeilen vielleicht als verspäteten Vorsatz nehmen?
Die Käferwelt wird es ihnen danken!

Voriger Monat Monat Jänner  Nächster Monat   Seitenbeginn

Winterruhe

Wir sind ein Stück Natur.
Hm. Gewaltige Worte, wenn man sich diesen Satz auf der Zunge zergehen lässt und über die tiefe Bedeutung nachdenkt.
Was heißt es denn nun wirklich? Gifte, Müll, die wir täglich in Mengen erzeugen, Gentechnik usw., lassen nicht darauf schließen, dass wir ein Teil der Natur sind.
Mittlerweile sind viele von uns nicht einmal mehr abbaubar, d. h. wir verwesen nicht mehr bzw. schlecht, weil wir zu viel Plastikpartikel, Implantate und Gifte in unseren Körpern haben. Das ist leider kein Scherz. Also selbst nach dem Tod, gehen wir nicht mehr in den Kreislauf der Natur über....

Ein Stück Natur

Wenn ich mir meinen Garten im Herbst und Winter ansehe, finde ich nichts, das wachsen will, das blüht und strotzt. Alles ist auf Rückzug programmiert - Ruhe, Einkehr, Kräfte sammeln, für das Kommende.
Und wir? Die Menschheit will das ganze Jahr Frühling, ständige Üppigkeit, immer gleiche Höchstleistungen.
Die Winterzeit ist schon lange keine Zeit der Stille...
Wann sammeln wir Kräfte? Wann gönnen wir uns Ruhe?
Reicht ein Wochenende? Ein Urlaub? Hat das alles eventuell mit den immer mehr werdenden psychischen Problemen unserer Gesellschaft zu tun, dass wir sooo weit abgerückt sind von Jahreszeiten und Kreisläufen?

Wieder kann ich nur nachdenklich Hmmm sagen.
Vielleicht sollten man den Satz "Wir sind ein Stück Natur" einfach umwandeln in:
Wir sind, so hoffe ich, wieder dabei ein Stück Natur zu werden.

 

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Voriger Monat Monat Dezember  Nächster Monat   Seitenbeginn

Erinnerungen

Kürzlich bekam ich ein wunderschönes Kinderbuch geschenkt. Es handelt von Mäusen, die eifrig ihre Wintervorräte speicherten. Alle waren Tag und Nacht damit beschäftigt. Alle - bis auf eine. Auf die Frage, warum sie nichts tat, sagte die Maus, dass sie das Sonnenlicht, die Farben und Wörter sammle.

Als nun der lange Winter kam, alle Mäusevorräte aufgebraucht und die Stimmung sehr, sehr betrübt war, erinnerten sie die eine Maus, nun doch ihre Vorräte mit ihnen zu teilen. Und so begann das Mäuschen von den warmen Sonnenstrahlen und den bunten Blüten zu reden und erzählte Gedichte. Die kleinen Nager konnten es nicht verstehen, aber es wurde allen wieder warm ums Herz....

Auch ich habe viele Farben, Düfte, Eindrücke und Geschichten aus meinem Garten in meinem Inneren gesammelt. Wenn ich die Augen zu mache, sehe ich wieder alles.
Leider kann ich diese Bilder nicht mit Ihnen teilen, daher bin ich froh, dass ich doch Einiges fotografiert habe.
Diese Fotos möchte ich Ihnen zur Verfügung stellen. Vielleicht schaffe ich es damit sogar bei Ihnen Erinnerungen an ein herrliches Gartenjahr zu wecken und ein wenig Buntheit, Wärme und auch Freude, in die dunklen Winterstunden zu zaubern.

Wolke 7
Wolke 7
Auch der Wind braucht seine Spiele
Auch der Wind braucht seine Spiele
Biologischer Wühlmaustod
Biologischer Wühlmaustod
Jäger der Lüfte
Jäger der Lüfte
Reiche Ernte
Reiche Ernte
Augen- und Nasenschmaus
Augen- und Nasenschmaus
Schatten-reich
Schatten-reich
Urlaubsentdeckung
Urlaubs-entdeckung
Herzen, die aus der Erde wachsen
Herzen, die aus der Erde wachsen
Statt über den Regen zu klagen, könnten wir uns darauf freuen, was danach möglich wird
Statt über den Regen zu klagen, könnten wir uns darauf freuen, was danach möglich wird
Perfektion
Perfektion
Ganz schön blau
Ganz schön blau
Abendwatte
Abendwatte
In der Natur gibt es das ganze Jahr über Glücksbringer, nicht nur zu Silvester!
In der Natur gibt es das ganze Jahr über Glücksbringer, nicht nur zu Silvester!

 

Voriger Monat Monat November  Nächster Monat   Seitenbeginn

Fragen

Ich habe mir lange überlegt wie ich den gewaltigen Umbruch, den die Natur Jahr für Jahr vollzieht, um unbeschadet durch den Winter zu kommen, in Worten fassen kann.
Es ist so gigantisch, was sich jetzt im Herbst im Inneren unserer Pflanzen und Bäume, unsichtbar für unsere Augen, umgebaut, gespeichert, eingelagert und vorbereitet wird, dass es mir unmöglich erscheint, es hier kurz und verständlich wiederzugeben.

Für den Winter vorbereitet
Für den Winter vorbereitet

Vielleicht haben Sie sich jedoch ohnehin schon damit beschäftigt und daher möchte ich diesmal lediglich Fragen stellen, die jeder für sich beantworten kann.
Haben Sie sich über den herbstlichen Rückzug bereits Gedanken gemacht?
Wer gibt das Startsignal für diesen Beginn?
Wie entsteht die Herbstfärbung?
Warum sind unsere Pflanzen nicht mehr grün?
Warum verlieren Bäume ihre Blätter?
Was passiert, wenn das Wasser in den Pflanzen gefriert; bzw. wie schützen sie sich davor?

Die Liste der Fragen wird unendlich, wenn man sich einmal genau damit auseinander setzt.

Sie können mich selbstverständlich gerne anschreiben, wenn Sie weitere Fragen haben, oder Antworten benötigen.

Voriger Monat Monat Oktober  Nächster Monat   Seitenbeginn

Spiel der Farben

Und wieder geht ein Gartenjahr zu Ende. Was viele als traurig empfinden, ist nichts anderes, als ein Vorbereiten auf einen gewaltigen Neustart im nächsten Frühling.

Spiel der Farben


Unsere Bäume und Sträucher bereiten sich auf die wohlverdiente Winterruhe vor. So als würden sie diesen Abschied feiern, verkleiden sie sich nochmals, werden ganz bunt, lassen all ihre Kunststücke spielen und verwandeln dadurch unsere Umgebung in ein gewaltiges Farbenmeer.
Nicht nur der Wind hat seine Freude mit dem bunten Blattwerk, es spricht auch unsere Sinne an!
Laub raschelt, riecht gut und ist in seiner Farb- und Formenvielfalt ein richtiger Augenschmaus.

Und trotzdem sprechen viele vom lästigen Mist, der nichts als Arbeit macht.
Haben Sie auch schon den Satz gehört?: „Jetzt kommt der ganze Dreck wieder herunter“
Ich schon. Leider. Das ist auch das einzig Traurige beim Herbst.
Diese Leute sehen es nicht, dass die Natur keinen Abfall kennt und auch keinen produziert. Das macht der Mensch! (Leider zu gut)
Es wird wie wild gerecht (oder soll es heißen: gerächt – bloß wofür?), zusammengeputzt, weggeräumt, gestutzt und geschnitten. Der Mensch ist sogar so weit gegangen und hat Staubsauger für den Garten erfunden! Bedauerlicherweise gibt es auch welche, die diese Dinger sogar kaufen...

Voriger Monat Monat September  Nächster Monat   Seitenbeginn

Garten

Hin und wieder komme ich in Gärten, die einfach nur sind. Soll heißen, wo der Besitzer noch nicht dazu kam, etwas anzulegen, zu schneiden, zu gestalten usw.
In und auf solchen Grundstücken finde ich immer eine Vielzahl von Kräutern, Gräsern, Blumen, Spinnen, Käfer, Zikaden... Hie und da gehen Sträucher und Bäume auf.
Alles in allen strotzt es nur so vor Lebendigkeit, Vielfalt und Wildnis. Manch eine Pflanze will, so scheint es mir, einem Wettkampf oder besser gesagt: Wettwachsen unter ihresgleichen aufstellen. Wer als Erster den Himmel erreicht ist Wiesensieger, oder -könig.
Es wächst und blüht so üppig, dass mir das Herz über geht.

Garten-Nein Danke
Wunder-bar. Als Käfer, Igel.... möchte ich dort nicht leben.

Wenn ich dann zu diesem Garten gratuliere, höre ich: „Ach, ich hab ja (noch) gar keinen Garten!“ Was mich zu der Frage bringt: Ab wann ist den ein Garten ein Garten? Und: Wie nennt man ein zum Haus gehörendes Grundstück, wenn es keine farblich abgestimmten Blumenbeete gibt? Wie heißt das Gegenteil von Garten? Gibt es neben „Un“kräutern nun auch „Un“Gärten?

Hingegen: Wenn wir Gärten sehen mit Rasen statt Wiesen, mit Bambus, Thujen, Rhododendren und anderen nicht heimischen Pflanzen, wo Kunstdünger, Pestizide und eine Menge anderer Pflanzen-schutz-mittel (?!) eingesetzt werden, wo wir kaum noch Raupen, Käfer und Kleintiere finden, weil sie dort keine Überlebenschancen haben, ja, dann sprechen wir sogar von schönen Gärten!

Wie ver-rückt doch alles ist!

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Wespen

Jeder kennt sie, keiner mag sie. Unsere Wespen werden nicht als schön, unerschrocken, mutig, flink und geschickt betitelt. Sie gelten nur als lästig, ja, und als böse. Das Einzige, das wir ihr nachzuahmen versuchen, ist die Wespentaille – und das, obwohl wir in keinster Weise mit dieser Tiergattung verwandt sind!
Ich persönlich finde die Wespen nicht nur schön, sondern wunderschön. Ihre Zeichnung und Farbgebung ist so vollkommen, dass sie sogar von anderen Tieren kopiert wird (z. B: von Fliegen und Spinnen). Diese wissen von ihrer abschreckenden Wirkung. (Wahrscheinlich hat sich deshalb das Zebra als Zweitfarbe weiß gewählt – vielleicht würden wir es ansonsten auch erschlagen ;-))

Unsere Wespen sind absolute Nützlinge! Da sie sich von Nektar ernähren, sind sie für die Bestäubung unserer Pflanzen nicht wegzudenken, sie sind auch zusätzlich noch wichtige Insektenvertilger.

Klar ist ein Stich schmerzhaft. Aber auch da kann ich mich in diese Tiere hineinversetzen. Wäre ich bedroht, würde ich mich auch wehren. Sonst verhalten sie sich ja absolut friedlich.
Dass die Menschen, einige zumindest, falsch reagieren, wie wild herumfuchteln, oder gar hysterisch werden, da kann dieses Tier nun wirklich nichts dafür! Auch für die immer mehr werdenden Allergien ist nicht die Wespe verantwortlich, sondern die Degeneration der Menschheit (ausgelöst u.a. durch die enormen Mengen an Umweltgiften) – meine Meinung.

Wespen im Garten Wespen im Garten Wespen im Garten Wespen im Garten
Fotos zum Vergößern anklicken!

Ich versuche mich mit diesen Fliegern zu arrangieren. Wenn ich im Freien esse, decke ich meine Speisen ab. Die Wespen bekommen ihren eigenen Anteil etwas entfernt. Ich teile mit ihnen. Ich bitte sie auch, ihren Anteil zu verspeisen und meinen und somit mich zu verschonen.
Die meisten halten sich daran, dass nicht alle folgen, wissen wir ja von unseren Kindern.
Zwei Erdwespennester habe ich auch in meinem Garten. Genau dort wo ich meine neue Hollywoodschaukel aufstellen wollte!
Weil ich alle Tiere in meinem Garten willkommen heiße, habe ich mich dazu entschlossen, diese Wespenvölker leben zu lassen, hab ihren Bau mit einem Blech umzäunt, damit wir gegenseitig ungestört sind und schaukel halt woanders.

Klappt sehr gut! In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Sommer mit vielen nützlichen Wespen, die es wert sind beobachtet und geschützt zu werden.

Voriger Monat Monat Juli Nächster Monat   Seitenbeginn

Impressionen

Das Wetter meint es gut mit unseren Pflanzen. Auf Regen folgt Hitze.
Ja, der Sommer ist eingezogen!

Jetzt kommt nicht nur die Zeit um Kräuter zu sammeln, sondern auch Eindrücke und Entdeckungen!

Einiges, dass ich sehen und beobachten durfte, möchte ich mit Ihnen teilen. Eventuell kann ich auch den Einen oder Anderen dazu motivieren, noch genauer durch unsere Gärten zu ziehen, zu sehen und zu staunen.

Lichtspiele Perlenschmuck Insektenscherenschnitt Beim Frühstück Sommergast meines Insektenhotels mit Nachwuchs
Das kann entstehen, wenn man 'Un'kraut wachsen läßt Ein unfertiger Marienkäfer Kein Haarbalg sondern eine Spinnenkinderstube Übermut Blütenschwanger
Aug' in Aug' mit einer Blume Wer beobachtet da wen Auch nüchtern kann man doppelt sehen Das liebste Hinterteil Fern sehen

Die Chinesen sagen:
Wer etwas Besonderes sehen will, muss auf das blicken, was andere nicht beachten.

Voriger Monat Monat Juni  Nächster Monat   Seitenbeginn


Botschaften


Mein Kater nützte die wenigen sonnigen Momente im Mai anders als wir Menschen

Von der globalen Klimaerwärmung haben wir in unseren Bereiten bisher nichts bemerkt.
Regen und Kälte begleiteten uns diesen Frühling.
Wir wurden alle ziemlich missmutig.
Und die Natur? Wie reagierte sie? - Gar nicht!
Unsere Pflanzen, Gräser und Blumen wuchsen derwegen, ja explodierten förmlich. Alles wächst und gedeiht, blüht und strahlt.
Die kurzen Regenpausen wurden genutzt um zumindest kurz die Blüten zu öffnen, anderen Blumen war es ganz egal und sie öffneten ihre Pracht trotz Regen, Wolken und Kälte.

Ich versuche die Botschaften, die mir meine grünen Mitbewohner geben, zu interpretieren , zu entschlüsseln, zu verstehen und daraus zu lernen.

Die Botschaft diesmal wäre: Gelassenheit üben! Dinge und Umstände (die wir ohnehin nicht ändern können) annehmen, wie sie kommen. Sich nicht dagegen auflehnen, weil es ohnehin nichts verändert.
Ich denke, diese Einstellung kann ich gut gebrauchen. Ich glaube jedoch nicht, dass sie an mich alleine gerichtet ist und gebe sie somit gerne weiter.

Also: Freuen wir uns wenn es regnet! Denn wenn wir uns nicht freuen, regnet es trotzdem! :-)

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Der Löwenzahn!

Der Löwenzahn gehört zu meinen Lieblingspflanzen. Voriges Jahr hatte ich davon zu wenig bei mir im Garten.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass er wie kleine Sonnen, die vom Himmel gefallen sind, aussieht. So sehe ich ihn auch. Sein strahlendes Gelb lächelt mich immer an, wenn ich im Garten arbeite. Zudem verströmt er (für mich) ganz eine eigene Energie. Ich sehe ihn als zäh, stark, sturköpfig, selbstbewusst und behauptend zudem aber auch als sehr feinfühlig und zart. Er liebt Kinder, treibt gern Schabernack, aber vor allem will er uns helfen und ist mitunter sehr verwirrt, weil wir das nicht knausern. Ja, es ist eine kleine Majestät und trotzdem absolut bescheiden.

Haben sie Löwenzahnblüten schon mal gerochen? Sein Duft ist wirklich betörend. Ja, auch das gehört zu ihm – er ist ein kleiner Verführer! Er ver- und bezaubert uns mit seinen hunderten Blüten. Ist doch jedes spätere fliegende Schirmchen früher eine Blüte gewesen.
Als Pusteblume vermittelt er uns, wie wichtig es ist verwurzelt zu sein und trotzdem fliegen zu können oder: anders gedeutet: loslassen zu können.

Schwerelosigkeit, Leichtigkeit und derwegen tiefe Verwurzelung – wir könnten so viel von dieser Pflanze abschauen und lernen.

Schade, wenn er von Vielen so missverstanden und sogar bekämpft wird. Diese (keine!) Pflanze hat es nicht verdient! Gott sei Dank ist er nicht nachtragend. Was auch immer sie gegen seinen Wuchs unternehmen – er wird sich trotzdem wieder in ihrem Garten ansiedeln.
Freuen sie sich und nehmen sie seine Vitalität, seine leuchtende Farbe, seine Heilkräfte und seine Vielfältigkeit der Zubereitung als Gegenleistung dankend an!

Versuchen Sie es wenigstens. Danke.

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Skandal in der Wiese: Die Nacktschnecken sind wieder da!

Die Unmoral kennt keine Grenzen! Selbst in unserer Natur treibt sie ihr Unwesen. Überall diese unsittlich, nackten Schnecken! Das kommt jedem spanisch vor!
Aber vielleicht sind sie doch nicht so schamlos, wie wir annehmen? Das würde zumindest ihre rote Farbe erklären. ;-)

Sich bei uns einzuschleimen ist ihnen nicht gelungen. Kaum ein Tier wird so gejagt, wie diese langsamen Kriecher. Auch bei durchaus friedvollen Gärtnern steigt die Lust zum Töten. Mit dem Setzen der ersten Pflanzen hat auch die Jagdsaison begonnen.
Doch um seinen Feind zu besiegen, muss man ihn kennen...


Haben Sie Ihr Schneckenproblem auch so gelöst?

Seit Jahren nun tobt dieser unerbittliche Krieg zwischen Menschen und Schnecken. Jahr für Jahr werden allein in Österreich Tonnen (!) von Schneckenkorn verkauft. Mit welchem Resultat? Weniger Kriecher?

Sind sie mit Gift Herr der Lage geworden? Haben Sie immer noch Schnecken? Oder haben sie ihren Gemüsegarten zubetoniert?
Vielleicht sollten wir beginnen mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie? Es funktioniert, glauben Sie mir. Sie benötigen dazu ein wenig Wissen über die Zusammenhänge, Vielfalt in Ihrem Garten und Geduld.

Hier darüber genauer zu berichten, würde zu sehr ausufern. Aber falls Sie noch nähere Infomationen zum Thema Schnecken benötigen schlage ich ihnen vor, mich zu kontaktieren oder zu meinem diesbezüglichen Vortrag zu kommen.

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März: Tausendschön

Der Winter hat uns nun doch ein Schnippchen geschlagen. Aber so sehr er sich auch anstrengt, die Kraft des Frühlings ist stärker. Und mit dieser Kraft zaubert der Lenz auch die ersten Blüten hervor.

Haben sie es schon entdeckt?
In meinen Garten blühen sie seit Ende Februar. Gemeint ist das Gänseblümchen; nicht zu unrecht auch Tausendschön genannt.

Trotz ihrer Bescheidenheit, die dieses unscheinbar wirkende Blümchen ausstrahlt, ist ihre Heilkraft nicht zu unterschätzen. Sie können daraus eine Tinktur, einen Sirup, einen Salat oder Suppen herstellen.
Verwendet werden Blüten, Blätter Knospen.

Das Gänseblümchen begleitet uns das ganze jahre über.
Als Frühlingsbote kurbelt es unseren Stoffwechsel an und bringt uns somit wieder in Schwung. Es wirkt "blutreinigend", schleimlösend, adstringierend, leicht abführend sowie leicht schmerz- und krampfstillend. Daher können wir es bei Husten, Wunden und Hautunreinheiten unterstützend einsetzen. Sogar zur Blutverdünnung und gegen Arterienverkalkung wurde es verwendet.
Erstaunt?
Ja, es ist fast unglaublich.

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Im Internet entdeckt...

Februar: Maria Lichtmess

Am 2. Februar ist Maria Lichtmess. Heute findet er keine Bedeutung mehr. Schade. Hört doch mit diesem Tag der Winter auf! Deshalb möchte ich diesen Termin allen wieder in Erinnerung rufen.

'An Lichtmess fängt der Bauersmann, neu mit des Jahres Arbeit an' heißt es in einer alten Bauernregel.
Die Pflanzen - sofern wir welche an versteckten Stellen finden können, dürfen wir nun wieder ernten. War es doch laut altem Glauben untersagt, Kräuter ab Allerheiligen bis eben 2. Februar zu ernten.
Ab Maria Lichtmess ist der Tag auch um 1 Stunde länger - dass ist ja schon was!
An diesem Zeitpunkt sagte ich jeden, den ich traf, dass heute der Frühling beginnt. 'Ja, aber es wird sicher noch schneien...' kam zur Antwort.
Ja und? Dann kommt halt noch Schnee!
Trotzdem hat der Winter seine Kraft und Härte verloren. Der Frühling und somit das Licht und die Wärme lassen sich nicht mehr aufhalten.
Dieser Tag wäre somit ein Gund zum Feiern!
Ich hab leider auch kein Fest veranstaltet, aber ich hab mich die ganze Zeit gefreut - tu` ich jetzt auch noch.
Lassen Sie sich doch anstecken!

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Jänner: Gewürze

Wenn wir von unserer Ernährung reden und an unsere Gesundheit denken, vor allem jetzt im Winter, machen sich viele Gedanken, wie sie an genügend Vitalstoffe kommen, da wir ja zuwenig Frisches zur Verfügung haben...
Abgesehen davon, dass Frisches gar nicht frisch sein muss - Bestrahlung macht's möglich, haben wir ja noch immer unsere saisonales Gemüse, getrocknete Kräuter, unsere Keimlinge und nicht zu vergessen: Unsere Gewürze!

Haben Sie gewusst, dass Pfeffer appetitanregend, kreislauffördernd, verdauungsanregend, antiseptisch (d. h.: gegen Viren, Bakterien und Pilze!) und außerdem ein Mittel gegen Fieber ist? Jedoch sollte er nicht übers fertige Essen gestreut, sondern immer einige Minuten mitgekocht werden.
Oder Zimt: dass er bei Diabetes hilft, ist mittlerweile bekannt (wird er deshalb so verteufelt?), jedoch ist er auch stark antibakteriell, verdauungsfördernd, gegen Blähungen und Durchfall, reguliert die Menstruation, mit Ingwer und Koriander zusammen soll er auch bei Erkältungskrankheiten helfen. Ich gebe Zimt auch mal zu Reis oder Fleisch. Werden Sie kreativ und fangen Sie zu experimentieren an.

Gut gekocht ist es immer dann, wenn man die Gewürze nicht rausschmeckt. Also trauen Sie sich und werden Sie zum Heiler am Herd! :-)

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Dezember: Für Körper und Seele

Schon Anfang Dezember wissen wir, das Ende Dezember viele klagen werden, zuviel gegessen zu haben. Dabei wissen wir auch, dass es nicht ausschlaggebend ist, was wir zwischen Dezember und Jänner essen, sondern zwischen Jänner und Dezember!

Wer trotzdem im Advent auf seine Ernährung achten möchte, ohne jedoch auf Duft, Stimmung und Gemütlichkeit zu verzichten, den möchte ich hiermit an den Bratapfel erinnern.
Diese traditionelle Speise hat so viele Vorzüge, das es mir schwer fällt, sie hier in aller Kürze wiederzugeben. Hier ein Versuch: Erstens ist er heimisch und saisonal, lange Transportwege fallen daher weg (bitte achten Sie beim Kauf auf die Herkunft!). Da er gebraten ist, ist er noch leichter verdaulich und daher auch ein gutes Abendessen; nicht nur durch die Zubereitung, sondern auch durch die verwendeten Gewürze wirkt er auf unseren Körper wärmend (wird auch in der 5-Elemente-Küche empfohlen).
Meiner Meinung nach ist er auch schnell und unkompliziert zuzubereiten und ein günstiges Essen.
Durch Beigabe einiger Walnüsse haben Sie auch Hirn- und Nervennahrung und die Butter sorgt für Kalorien, die diese Delikatesse auch anhaltend sättigend macht.

Noch besser schmecken Bratäpfel, wenn man dazu alte Bekannte, Verwandte (natürlich auch junge :-) ) und andere eingeschlafene Kontakte einlädt!
Somit wünsche ich Ihnen einen gemütlichen Advent und ein irres oder sanftes Hineinrutschen ins nächsten Jahr.

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November: Seelenreise

In diesem Monat werden wir nun endgültig mit der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert. Nicht nur über die herbstliche Natur; sondern auch damit, dass der November mit Allerheiligen/Allerseelen anfängt. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick zurück zu werfen.

Im früherem Volksglauben herrschte die Meinung, dass die Seele eines Verstorbenen nicht sofort den Weg ins Licht findet. Daher versuchten die Hinterbliebenen in der Totenwache, sie in dieser Zeit vor bösen Dämonen zu schützen. Das machten die Menschen, indem sie den Toten auf Blumen betteten, Kräuterbüschel aufhängten, räucherten oder z. B. mit einem Rosmarinzweig den toten Körper mit Weihwasser besprengten. Kerzen, die Licht brachten, schützen ebenso wie Gebete und Gesang, so glaubte man.

Ob es jetzt instinktiv war oder Wissen, ist mir nicht bekannt. Jedoch nützte man in diesem Fall die ätherischen Öle, die ja als "in den Himmel aufsteigend" übersetzt werden können.
Interessant bei diesen Überlieferungen finde ich, dass wir vieles als Aberglaube abtun und belächeln und trotzdem diesen alten Glauben auch heute noch praktizieren.

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Oktober: Danke!

Haben Sie heuer etwas ernten können aus dem reichhaltigen Schatz unserer grünen Freunde?

Pflanzen stellen sich Jahr für Jahr für uns als Gemüse, Kräuter, Gewürze, Delikatessen und für unsere Heilung und Schönheit zur Verfügung.

Wenn Sie es bisher nicht getan haben, dann wäre jetzt der beste Zeitpunkt, dafür auch einmal danke zu sagen.
Für unsere Ahnen war es selbstverständlich und "Ernte-Dank" wird auch heute noch gefeiert.
Warum sollten wir diesen Brauch nicht wieder aufleben lassen oder vielmehr vertiefen?

Danke für Deinen Duft!

Selbst wenn Sie keinen Garten haben, so finde ich es schön, sogar für gekauftes Obst und Gemüse, Getreide und Tees einmal im Jahr ein Fest oder ein Ritual zu gestalten, um ganz bewusst der Natur dafür zu danken.

Ich bin sicher, dass jedem dazu das für ihn Passende einfällt, wenn man sich damit einmal gedanklich auseinandersetzt oder es mit seinen Kindern und Partnern bespricht.

Ich werde Anfang Oktober ein Dankes-Fest im Garten feiern. Wer Lust hat zu kommen, ruft bitte mich an oder schickt mir ein kurzes Mail (Adresse unter: Kontakt).

 

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September: An der Wurzel packen!

Unsere grüne Mitwelt bereitet sich langsam aber sicher auf den Winter vor.

So wie wir speichern auch die Pflanzen ihre Vorräte für die kalte Jahreszeit.

Ihre "Speisekammer" sind die Wurzeln. Daher ist der Herbst auch die beste Jahreszeit dafür, einiges auszugraben (im Frühling geht das natürlich auch, wenn Sie sich erinnern, wo die Pflanzen gestanden haben).

Die Wildkräuterernte ist somit noch nicht vorbei!

Pastinakenwurzel als Gemüse, Löwenzahnwurzeln als Kaffee-Ersatz oder Beinwellwurzeln für unsere Hausapotheke...

Alles zum Nulltarif und erntefrisch!

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August: Zuerst Regen ohne Ende, dann Sonne und Hitze (ohne Ende)

Wir schützen uns durch Kleidung und dergleichen - und unser Boden?

Gartenerde ist jeder Witterung ausgesetzt, wenn wir sie nicht auch schützen. Die Natur macht es uns ohnehin vor. Da, wo der Mensch nicht eingreift, gibt es keinen nackten Boden.

Ich denke, es wäre wichtig sich darüber einige Gedanken zu machen und noch wichtiger, danach zu handeln.

Das Zauberwort heißt: Mulchen

Wenn Sie mehr wissen wollen, dann erfahren Sie hier mehr über das Mulchen.

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Juli: Regensommer statt Sommerregen

Der Dauerregen macht es uns im Garten fast unmöglich etwas zu tun. Kräuterernte ist unmöglich geworden. Kalt ist es und unsere gute Laune wird auch bald restlos aufgeweicht sein (was die Frage aufwirft, ob Launen wasserlöslich sind ;-) ).

Was nun?

Auch ich hab momentan keine Lust von Arbeit zu schreiben oder Tipps zu geben.

Trotzdem hat alles zwei Seiten.

Selbst bei diesem Wetter können wir Schönes entdecken.

Einiges möchte ich mit Ihnen teilen. Bilder sagen ja doch mehr als Worte...

Auf die Bilder klicken zum Vergrößern und einfach durchblättern...

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Die Florfliegenlarve frißt in ihrem Larvenleben etwa 800 bis über 3000 Blattläuse


Eine Schwebfliegenlarve vertilgt immerhin auch rund 700 der Pflanzensaftsauger!

Die Pflanzen sind da - die Schädlinge auch.

Haben sie sich schon einmal WIRKLICH mit diesem Begriff auseinandergesetzt? Ganz ehrlich?
Ich sehe das so: Sitzt ein weißer Schmetterling (Kohlweißling) auf einer Blume, freut sich jeder über einen Schmetterling im zarten Dalmatiner-Kostüm. Sitzt er jedoch auf einen Krautkopf wird er zum Schädling und beschimpft - noch schlimmer - bekämpft.

Wissen Sie, dass "Schädlinge" auch etwas Menschliches sind? Wir haben die Tiere ja so bezeichnet. Wir teilen sie in Nützlinge und Schädlinge ein. Gleich wie bei den Pflanzen - in "Un"kräuter und Heilpflanzen...
Wussten Sie, das Schädlinge die Gesundheitspolizei sind? Eine Pflanze ist nicht schwach, weil sie Blattläuse hat, sondern sie hat Blattläuse, weil sie schwach ist!!! Irgendwas passt nicht, sei es zu viel Niederschlag, zu wenig, eine Maus, Standplatz, Pflege... Egal; die Pflanze ist schwach und dann sind die Viecher da, die wir nicht mögen.
Viele greifen zur chemischen Keule. Nur: Wenn sie Blattläuse spritzen, vernichten Sie auch die Gegenspieler (z. B. Florfliegen- und Schwebfliegenlarven). Diese bilden jedoch nur eine Generation pro Jahr. Blattläuse jedoch mehrere. Letztere können sich dann frisch fröhlich weitervermehren - ihre natürlichen Feinde hat ja der Mensch ausgeschalten. Wie praktisch!
So haben Sie entweder mehr Blattläuse oder brauchen noch mehr Gift. Auch das ist ein Kreislauf...

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Einfach mal ausprobieren: Fahren Sie mit der Maus über das Bild oben und erforschen Sie es nach "Un"-kräutern...

Alles Pflanzen, die ohne mein zutun, sprich kaufen, setzen oder säen wachsen und gedeihen. Wenn es mir zuviel wird, werden sie gejätet. Momentan freue ich mich über die überraschende Vielfalt.
Vielleicht ergeht es Ihnen ja gleich mit Ihren "Un"-kräutern? - Es bleibt jeden selbst überlassen sich darüber zu ärgern oder zu freuen.

Noch einiges zu "Un"Kräutern:

Sie sind Pflanzen, die an einem Ort und zu einem Zeitpunkt wachsen, wo wir Menschen sie gerade nicht brauchen. Ok. Jetzt im Mai, wo alles nicht nur wächst und blüht, sondern geradezu explodiert, gehen auch andere Samen auf. Samen von Pflanzen, die wir absichtlich gesetzt haben und die sich, so scheint es, in unseren Gärten recht wohl gefühlt haben.

Wenn ich meinen Garten ansehe (und auch die Komposterde), dann wächst da in UN-Mengen: Cosmeen, Ringelblumen, Dill, Bohnenkraut, Rittersporn, Sonnenblumen....sogar Tomaten und Kürbise gehen immer wieder auf. Der Oregano breitet sich in Dimensionen aus, die ich nicht "verputzen" kann, mein Spargel sät sich aus, Bärlauch wird auch von Jahr zu Jahr mehr, sogar Ribiselstauden vermehren sich (obwohl ich ja so schon genug habe!). Ganz abgesehen von den vielen Blumen und Polstern, die ich jedes Jahr teile und einige Gärten damit versorgen könnte...

Tja, nach üblicher Ansicht wären das ja dann plötzlich alles "Un"kräuter. Ich finde diesen Gedanken lustig. Zuerst kauft, sät, setzt man Blumen, Kräuter und Gemüse, die sich vermehren und daher werden sie plötzlich lästig, werden ausgezupft und bekämpft. (Höre ich immer wieder.)
Es ist ja wirklich ärgerlich und unmöglich, wenn sich Pflanzen wohlfühlen und sich ungefragt vermehren!!!! Das wollte man ja nun wirklich nicht beim Kauf der ersten Blume!
Oder: Was da alles aufgeht. Scheinen sich echt wohl zu fühlen. Schön, diese Vielfalt. Ich bräuchte gar nix tun und hätte in einiger Zeit trotzdem genug zu ernten- vielen Dank!

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Das Buffet ist eröffnet!

Man hört es, man liest es, man weiß es: Un-Kräuter haben mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als das herkömmliche Gemüse, dass wir jetzt gerade zu kaufen bekommen.

Aber warum? Hier eine kurze Erklärung:
Pflanzen bilden sekundäre Inhaltsstoffe zum Überleben. Beispielsweise ist Vitamin C ein Sonnenschutz für unsere grünen Mitbewohner, Gerbstoffe werden als Schutz vor Fressfeinden gebildet und ätherische Öle zum Anlocken von Insekten um den Fortbestand zu sichern...

Dass diese Stoffe unserem Körper und unserer Gesundheit zugute kommen ist ein schöner Nebeneffekt.

Da das Wachstum einer Pflanze für sie eine sehr heikle Phase ist, braucht sie jetzt besonders viel Schutz und produziert daher auch viel Vitamin C! Und weil die Natur nur das produziert, was notwendig ist, bilden Glashaussalate und -gemüse weniger sekundäre Pflanzenstoffe, da sie ohnehin geschützt sind. Folglich ist es gerade jetzt ratsam, auf unsere kostenlosen Delikatessen aus der Natur zurückzugreifen.

Es ist erstaunlich, was wir alles finden und essen können. Das Gratisbüffet Ihrer Gartenwiese ist eröffnet!

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Mit dem neuen Monat kamen auch die ersten Frühlingsboten. Zumindest in unseren Breiten.
Wir sind alle ausgehungert nach saftigem Grün. Und das wächst auch schon! Auf den ersten Blick wirkt alles noch ziemlich braun und öd, doch schon beim zweiten Mal hinsehen können wir eine Menge entdecken.
Die ersten "Un"-Kräuter sind da! Diese Kräuter enthalten viel mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als der Salat, den wir im Geschäft kaufen. Also nichts wie raus und ernten! Es wächst direkt vor ihrer Haustür in der Gartenwiese.

Die frischen Blätter (und Blüten) von Gänseblümchen, Hirtentäschl, Schafgarbe, Giersch (oder Erdholler), Löwenzahn, Scharbockskraut und Spitzwegerich konnte ich schon kosten.

 
Gerade genug für den ersten Salat. Guten Appetit allen.

Monat Februar Nächster Monat   Seitenbeginn

Momentan liegen unsere Gärten unter einer dicken Schneedecke. Unsere Pflanzen schlafen noch und bereiten sich dennoch unterirdisch auf den baldigen Frühling vor.

Das ist jedoch kein Grund auf frisches Grün zu verzichten.

Helfen Sie sich mit Keimlingen aus.
Was Sie keimen wollen, bleibt ganz Ihren Geschmack über. Möglich ist alles, was biologisch und nicht bestrahlt ist, d. h. noch lebt.(Wenn Sie mir nicht glauben, können Sie ja gerne einen Test machen. Es kostet Sie genau 1 EL Keimgut und etwas Zeit. Probieren Sie selbst, ob es noch wachsen kann.)

Zum Keimen geeignet: Radieschen, Alfa-alfa (Luzernensamen), alle Hülsenfrüchte, Kresse, Senfsamen, Getreidesorten, Sonneblumenkerne.

Dill Frauenmantel Mauerpfeffer Schleifenblume Rittersporn Rose Melisse Cosmea Baumspinat Unkraut Nelkenwurz Rudbeckia Schlafmohn Schleifenblume Rittersporn Bohnenkraut